Mama-Auszeit: Sport gegen Stress

Sport ist ein prima Ausgleich zum Mutteralltag. Allerdings kann es oft ganz schön schwierig sein, den inneren Schweinehund zu überwinden. Hat Mama endlich mal ein halbes Stündchen für sich, dann ist es sehr verlockend,doch  einfach auf dem Sofa zu bleiben. Mit ihren Fitness-Gruppen, die sich regelmäßig gemeinsam im Park treffen, motivieren die Parterninnen von LAUFMAMALAUF überall in Deutschland immer mehr Mütter dazu, selbst bei Wind und Wetter an der frischen Luft etwas für Körper und Fitness zu tun. Interessant ist, dass viele der Parterinnen selbst Mamas sind und eigentlich mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, wie jede andere Mutter auch. Eine von ihnen ist Tabea, 35Jahre alt und Mutter von 3 Kindern (5 Jahre, 2,5 Jahre und 4 Wochen alt). Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Gesundheitskommunikationeit und ist seit 4 Jahren Partnerin von  LAUFMAMALAUF. 

Tabea, wie sieht deine perfekte Auszeit aus?

Meine perfekte Auszeit beginnt zum Beispiel wenn ich die Laufschuhe anziehe und das Gartentor öffne. Dann halte ich die Nase in die Luft und beginne meine Joggingrunde entweder nach rechts oder nach links in den Park aber auf jeden Fall in die Zeit in der ich die Gedanken fliegen lassen kann. Zwischendurch werden ein paar Tempowechsel, ein kleiner Berg und verschiedene Untergründe eingebaut, um die Spannung und Aufmerksamkeit immer wieder neu zu wecken und am Ende der Laufrunde kommt meist noch ein kleines Workout an der Parkbank oder an einem Spielplatz hinzu.

Hast du Zeit, regelmäßig zu traininieren?

Meine Familie weiß wie wichtig diese Einheiten für mich sind in denen ich dem Alltag für kurze Zeit davon laufe um danach mit neuer Energie wieder da zu sein. In meiner Partnerschaft legen wir viel Wert darauf, dass jeder sein Hobby hat, das er regelmäßig ausführen kann um „sich auszutoben“ „abzuschalten“ und sich gut zu fühlen. Vor unseren Kindern haben wir ganz viel gemeinsam Sport gemacht, jetzt ist ja immer einer für die Kids da und einer darf sich Zeit für sich nehmen, meistens sind diese Stunden vorher geplant und festgelegt.

Thmea: Burnout und Stressprävention. Was tust du dagegen?

Burnout hört man heute so oft und es scheint ein großes Thema in ganz vielen Familien zu sein, was thematisiert werden muss, um für Betroffene Auswege aufzuzeigen. Ich denke, kurz vor einem Burnout war ich bisher noch nicht. Sicherlich bin ich manches Mal geschafft nach einem Tag der um 6 Uhr beginnt (nachdem ich von 0.00-6.00 Uhr 2x gestillt, ein Kind vor schlechten Träumen gerettet habe und ein anderes bei Nasenbluten versorgt) und um frühestens 23 Uhr nach Arbeit, Haushalt, Kinderprogramm… endet. Manches Mal habe ich auch schon gar keine Lust auf den kommenden anstehenden Tag mit seinen 100 Programmpunkten und wünsche mir, einfach mal unter der Zudecke liegen bleiben zu können und 2 Tage nur vor mich hinzuträumen. Aber dann treibt mich meine innere Unruhe hoch, ich klettere in meine Sportsachen, finde mich vormittags im Park beim Training wieder, koche mir zum Mittag mein Lieblingsgericht, was nur ich genau so mag. Dann plane ich etwas Tolles am Nachmittag nach der Büroeinheit, das ich mit den Kindern machen kann und dann weiß ich, dass mein Leben doch ganz schön ist und es sich lohnt, sich aus der Bettdecke zu schälen. Mädelsabende, ein tolles Konzert, die Vorfreude auf einen Kurzurlaub… das sind Dinge, die mir neben meinen so wichtigen Sportauszeiten helfen, mich selbst als Frau nicht zu vergessen!

Warum ist Sport/Bewegung/frische Luft wichtig?

Sport oder allgemein Bewegung an der frischen Luft hat so viele positive Wirkung und Auswirkung auf die menschliche Psyche, dass es diese Medizin eigentlich auf Rezept geben sollte! Der Kreislauf kommt in Bewegung, die Gedanken können fliegen, physisch wird enorm effektiv am Wohlbefinden gearbeitet. Sonne auf der Haut, Wind im Haar, Schweiß auf der Stirn … das alles bringt eine kleine Auszeit die gut tut und einem Burnout vorbeugen kann, davon bin ich fest überzeugt.

Inwiefern bekommen die Frauen über die LAUFMAMALAUF-Gruppen Unterstützung?

Bei LAUFMAMALAUF legen wir viel Wert darauf, die Teilnehmerinnen einzuladen, etwas für sich als Frau zu tun. Ganz selbstverständlich und selbstlos gehen wir als junge Mütter mit unseren Kindern in diverse Spielgruppen, Krabbelkreise, Schwimmkurse, Musikstunden und opfern gern unsere Zeit und Geld dafür auf. Aber dann ist es auch mal an der Zeit etwas für sich als Frau zu tun, das eigene Wohlbefinden zu stärken und in der Gruppe seine Auszeit zu bekommen. DAS ist LAUFMAMALAUF: - Gespräche unter Frauen mit den gleichen Problemen, Sorgen, Freuden und Bedürfnissen – ein auf den besonderen Umstand ausgerichtetes Fitness- und Wohlfühlprogramm – Gute Laune & Einfühlsame Aufmerksamkeit durch die Trainerin – Frische Luft und Abwechslung …

Und wie sieht das in der Praxis aus?

In unserem Anamnesebogen, den die Interessentin bei ihrer Probestunde einreicht fragen wir auch sensibel aber offen die eigene Einschätzung der psychischen Umstände ab. Wir fragen nach Schlafverhalten, Essverhalten, Unterstützung im Alltag. Dort hat die LAUFMAMA die Möglichkeit uns mitzuteilen, dass sie zum Beispiel aufgrund der Situation mit Baby nicht schlafen kann, ein kleiner Frustesser ist oder der Partner vielleicht zurzeit im Ausland arbeitet und sie tagsüber alleinerziehend ist. Betroffene Frauen sind auch meist so offen und schreiben, dass sie mit postpartalen Depressionen zu tun haben/hatten oder schon einmal von Burnout betroffen waren. Wir können dann als Trainerinnen darauf reagieren und darauf eingehen, ohne es groß öffentlich thematisieren zu müssen. Und immer wieder erfahre ich, wie die Betroffene nach unserem Training freudig nach Hause geht oder noch zum Kaffeekränzchen ins Café mitkommt, obwohl sie vorher ganz bedrückt zum Treffpunkt angeschlichen kam. Das gemeinsame Training an der frischen Luft, die Scherze unter übermüdeten Müttern und das gegenseitige Verstehen helfen, einfach um sich besser zu fühlen.

Und noch kurz zu dir: Seit wann bist du bei Lauf Mama Lauf?

Ich bin seit 4 ½ Jahren Trainerin und Partnerin bei LAUFMAMALAUF. Ich leite in Köln mein eigenes Gebiet, in dem ich Kurse anbiete und täglich mit Schwangeren und/oder frisch gebackenen Müttern teilweise schon mehr als 3 Jahre Sport mache.

Was hast du vorher gemacht und warum bist du Trainerin geworden?

Vorher habe ich in einer PR & MarketingAgentur im Gesundheits- und Ästhetikbereich gearbeitet und Sport war ein fester Bestandteil meiner Freizeit, weil es mir schon immer unheimlich gut getan hat, mich zu bewegen und auszupowern. Dass ich diese Leidenschaft zu meinem Beruf machen konnte ist ein Traum für mich. Außerdem erlaubt mir meine Tätigkeit als LAUFMAMALAUF-Partnerin unsere aktuelle Familiensituation perfekt mit dem Job zu kombinieren. Ich habe inzwischen 3 Kinder, konnte in den Schwangerschaften unter Berücksichtigung der Situation meine Kurse weiter geben und nach den Geburten selbst mit Kind wieder einsteigen und so den Teilnehmerinnen auch oft als Vorbild und Motivationsspritze dienen. Die LAUFMAMAs wissen, dass ich in der gleichen Situation wie sie bin, ich trage meine Augenringe offen zur Schau und kann bei gebeutelten Brüsten und schmerzendem Rücken mitdiskutieren. Das gibt ein tolles Gemeinschaftsgefühl und man kann so wunderbar motivieren, gemeinsam etwas für sich zu tun! Ich liebe mein bewegtes Leben! Es bewegt sich immer wieder von guter Laune und Glück auch mal zum Gefühl überfordert und einfach kaputt zu sein ABER auch immer wieder zurück auf die sonnige Seite. Und ich bin mir ganz sicher, dass das ganz viel mit meinen Auszeiten zu tun hat, die meine Familie und meine Arbeit mir mitgeben!

Tipp: Gemeinsam mit LAUFMAMALAUF machen wir dich: Fit mit Baby!

  • Ist Mama-Zeit nur für Rabenmütter
  • Mama-Auszeit: Am liebsten Solo!
  • Warum Mamas keine Zeit haben
  • Zeitmanagement für Mütter