Das perfekte Schlafritual

Rituale wirken beruhigend und entspannend. Perfekt für dein Baby und eine tagtäglich ruhige Nacht. Übrigens: Nicht nur Baby lieben Schlafrituale. Wie wäre es mit einem warmen Bad, einer liebevollen Massage und dann mit einem guten Buch ins Bett? Na bitte! 

Babys lieben Routine

Es stimmt schon: Babys lieben Routine. Ein gewohnter Rhythmus wirkt beruhigend auf sie, allein schon weil sie dann wissen, was sie erwartet. Besonders beim zu Bett gehen ist das hilfreich. Denn Geist und Körper bekommen Zeit, um sich auf eine ruhige Nacht einzustellen. Dabei muss ein Schlafritual keinen vorgegebenen Richtlinien folgen. Am besten ist, ihr probiert selbst aus, was für euch am besten funktioniert. Auch muss ein einmal etabliertes Ritual nicht über Monate und Jahre unverändert fortgeführt werden, aber es hilft, einem Grundmuster zu folgen. Das hilft nicht nur eurem Baby, sondern auch euch, wenn ihr später mal über die eine oder andere Einschlafhürde stolpert. 

Wann ins Bett?

Sobald euer Baby sich an einen gleichmäßigen Tagesablauf gewöhnt hat und ihr wisst, zu welcher Uhrzeit es müde wird, ist es bereit für ein Schlafritual. Ihr habt noch überhaupt keine Routine? Dann kann ein Schlafritual auch dabei helfen, einen Tagesrhythmus zu etablieren. Für die meisten Babys sollte irgendwann zwischen 19 Uhr und 21 Uhr der Tag zu Ende gehen. Wieviel Schlaf euer Baby braucht lest ihr hier. Wie genau ihr den Tag verabschiedet und die Nacht willkommen heißt, bleibt euch überlassen. Im Folgenden haben wir ein paar mögliche Schritte zusammengestellt, die mit unseren eigenen Kinder gut funktioniert haben.

Gute Nacht sagen

Mach einen letzten kleinen Spaziergang mit deinem Baby, trage es durch Garten, Wohnung oder Haus und verabschiedet euch von all den Menschen und Dingen, mit denen ihr tagsüber Freude hattet. Gute Nacht Schaukel, gute Nacht Sofa, gute Nacht Xylophon, gute Nacht Papa. Ende den Spaziergang immer im (abgedunkelten) Zimmer deines Babys. Bringt das Lieblingskuscheltier ins Bett und sagt dann auch den Füßen und Händen des Babys Gute Nacht bevor ihr euch selbst mit einem Gute Nacht Kuss voneinander verabschiedet.  

Babymassage

Nach einer Weile haben mein eigenen Kindern immer zur Massagezeit angefangen zu quengeln um mir zu zeigen, dass es jetzt aber wirklich an der Zeit ist. Ich habe sie immer vor der letzten Mahlzeit massiert, da es mit vollem Bäuchlein unangenehm sein kann. Legt einfach ein Handtuch über eure Beine, zieht euer Baby aus, legt es zuerst auf den Rücken, so dass ihr euch anschauen könnt. Dann streiche deinem Baby leicht von innen nach außen über die Brust, als wolltest du ein Buch öffnen. Babyöl oder jedes natürliche, wohlriechende Öl ist eine wunderbare Ergänzung. Massiere nach und nach Arme, Beine, Rücken. Eine wunderbare Anleitung ist das Buch „Loving Hands“ von Frederick Leboyer.

Ein warmes Bad

Ein warmes Bad wirkt immer beruhigend. Wähle einen beruhigenden Duft, etwa Lavendel und wickle dein Baby dann warm ein. So seid ihr beide bereit für eine Kuschelrunde oder den nächsten Schritt eures Gute Nacht Rituals.

Windeln, Pyjamas & Zähneputzen

Ja, auch die Abendhygiene kann Teil des Schlafrituals sein. Du kannst die letzte Windel ja im schon abgedunkelten Zimmer wechseln, vielleicht habt ihr eine Lampe, die Sterne an die Decke projizierte. Oder du singst deinem kleinen Schatz ein beruhigendes Lied. Wenn du deinem Baby keine ausgiebige Massage geben möchtest, kannst du es auch auf dem Wickeltisch ein wenig durchkneten. 

Vorlesen

Bei manchen Kindern dauert es eine Weile, bis sie die Geduld entwickeln, sich wirklich eine ganze Geschichte von vorne bis hinten anzuhören. Das macht nichts. Sucht euch Spielbücher aus, die verschiedene Oberflächen zum Fühlen anbieten oder das Baby auf andere Art zum mitmachen anregen. Dein Kind entdeckt mit allen Sinnen. Das wichtigste ist, dass diese gemeinsame Vorlesezeit euch beiden Spaß macht. 

Singen & Musik

Gerade im deutschen Volksgut gibt es ein paar wunderschöne Schlaflieder. Dein Kind stört es übrigens nicht, wenn du nicht singen kannst oder glaubst, dass du nicht singen kannst. Egal ob es klingt wie in der Oper oder wie unter der Dusche, dein Kind wird euer gemeinsames „Gute Nacht Lied“ lieben.

Kuscheln

Kuscheln lässt sich eigentlich mit fast allen bereits genannten Schritten prima verbinden. Egal, was für ein Schlafritual ihr etabliert und welche Ideen ihr aufnehmt, Kuscheln dürft ihr auf keinen Fall vergessen!

Tipp: Lies mehr zum Thema Schlaftraining: So lernt dein Baby durchschlafen.