Was ist was? PEKIP, DELFI & Co

Was gibt es für Babykurse? Heutzutage kannst du ganz viel zusammen mit deinem Baby unternehmen : vom Babyschwimmen über Pekip, Delfi oder musikalische Früherziehung.... aber was ist was und was wäre das Richtige für mich und mein Baby? Hier ein Überblick über die 5 wichtigsten Babykurse:

1) PEKIP Gruppen 

PEKIP steht für „Prager-Eltern-Kind“ Programm und begleitet Eltern mit ihren Babys in den ersten 12 Monaten während eines wöchentlichen Kurses. Die Teilnahme ist auf ca. 8 Babys und ihre Eltern beschränkt. Das ganz Besondere an diesem Kurs ist, dass die Babys nackt sind ( wirklich nackt, das heißt auch ohne Windel). Den Eltern werden bestimmte Spiele und Bewegungsabläufe gezeigt, die ihr Baby in ihren Bewegungen unterstützen sollen. Der Psychologe Jaroslav Koch entwickelte das PEKIP Prinzip nachdem er herausfand, dass Babys in den ersten Lebensjahren unheimlich lernfähig sind. Es sollen dabei gezielt Kompetenzen gefördert werden und –natürlich altersgerecht- die Entwicklung des Babys gefördert werden.

Was wird konkret gemacht in einem PEKIP Kurs?

Babys, die die dritte Voruntersuchung (die U3) mit ca. 4-6 Wochen hinter sich haben, können bereits an einem PEKIP Kurs teilnehmen. Dafür werden sie splitternackt auf die Matten in einen gut beheizten Raum gelegt. Dort werden die Eltern von den zertifizierten Kursleiterinnen dazu animiert, mit ihren kleinen Körpern möglichst viele selbstständige Bewegungen zu machen. So sollen sie beispielswiese üben, ihre Köpfchen selbstständig zu heben, oder bei Krabbelkindern wird der Gleichgewichtssinn geübt. Die altersgerechte Entwicklung wird wiederum durch bestimmte Spielzeuge wie Seidentüchern, Wasserbällen, Sing und Klatschspielchen gefördert.

Welche sind die wichtigsten Ziele? 

Im Grunde geht es hier insbesondere um die Unterstützung für die Eltern, denn diese sollen lernen, besser zu erkennen, worin sie ihre Babys besser unterstützen können. So werden sie von den Kursleitern verstärkt auf die Körpersprache aufmerksam gemacht. Hier können die Eltern auch unterstützendes Feedback bekommen, um so einen guten Umgang zu erlernen, also sprich besser auf die Bedürfnisse ihres Babys einzugehen.

Weitere Ziele des PEKIP sind:

Aktivierung der „eigenen Ressourcen“ der Babys, so dass ihre Sinne, Spiel-und Bewegungsaktivitäten von den Eltern unetrstützt werden. Die Kontaktfähigkeit untereinander wird unterstützt. Ein Pekip Kurs ist der ideale Ort für Baby und auch für die Eltern um neue Beziehungen unter Gleichgesinnten aufzubauen. Zudem gibt es von den Kursleitern dazu einige Anstöße.Die Gruppen werden möglichst homogen zusammengestellt, die Kinder sollen also alle möglichst gleich alt sein.

2) DELFI Kurse

Unter dem Motto „ Denken Entwickeln Lieben Fühlen Individuell“ (DELFI)  ist das Delfi Konzept auf den ersten Blick dem Pekip recht ähnlich.Das Delfi Programm will die Bindung zwischen Eltern und Kindern stärken und sowohl die körperliche als auch die seelische Entwicklung des Kindes bis zu einem Jahr fördern. Hier macht das Baby so viele Entwicklungsschritte wie sonst nie in seinem Leben.

Was genau wird hier gemacht?

Die Leiterinnen des Kurses geben den Eltern Unterstützung bei der Förderung ihres Babys und aktivieren die Babys auf spielerische Weise und altersgerecht für Wahrnehmungs- Finger-, Bewegungs- und Greifübungen. Es werden Lieder zusammen gesungen und jede Menge andere Übungen zur Entwicklung auf spielerische Art gemacht. Den Eltern wird außerdem genug Raum gegeben um sich miteinader auszutauschen. Delfi Kurse sind zumeist stark in ein Netzwerk wie Hebammenpraxen, Krankenhäusern und auch Kirchen eingebunden, was sicher daran liegt, dass das Delfi Konzept ursprünglich von einer evangelischen Familienbildungsstätte gegründet wurde. 

Die weiteren wichtigsten Vier: ElBa,Pikler, FenKid und Fabel 

  • 3) ElBa: Kurse werden vom Deutschen Roten Kreuz angeboten und hat ebenfalls zum Ziel, die Ressourcen und Potentiale des Babys zu wecken und gleichzeitig die Eltern spielerisch darin zu schulen, ihr Baby besser kennenzulernen und genauer auf die Bedürfnisse einzugehen. Hier werden die Kurseinheiten außerdem in einen Erlebnis-Ruhe- und einen Gesprächsteil eingeteilt.
  • 4) Bei der Pikler-Gruppe geht es insbesondere um das Erlernen bzw. der Förderung des selbstständigen Spielens und geht zurück auf die Kinderärztin Emmi Pickler.
  • 5) Bei bei der FenKid ( kommt von "Frühentwicklung des Kindes") wird ebenfalls Babys Entwicklung durch Singen, Spielen und Krabbeln gefördert, sowie die Bindung zwischen Eltern und Baby gestärkt. 
  • 6) Fabel ist die Bezeichnung für „Familienzentrierter Baby Eltern Kurs“ und wurde von der GfG ( Gesellschaft für Geburtsvorbereitung – Familienbildung und Frauengesundheit – Bundesverband e.V.) entwickelt und dient der Förderung und Entwicklung des Babys im ersten Jahr und dessen Eltern.

Alles in allem ähneln sich die Kurse relativ stark in ihrer Motivaton, sowohl dem Baby als auch den Eltern eine Unterstützung zu geben, das Kind in seiner körperlichen und seelischen Entwicklung zu fördern und letztlich die Bindung zwischen Eltern und Kindern zu stärken. Unser Tipp: Am besten meldet ihr euch früh genug an, denn die Kurse sind zumeist sehr begehrt. (am besten bereits wenn ihr schwanger seid (!) ).