Durchfall – was tun?

Bis zum 2. Lebensjahr ist das Verdauungssystem eines Babys recht empfindlich. Die Kleinen können daher auch ziemlich schnell Durchfall bekommen. Worauf musst du jetzt achten Hat dein Kind mehrmals am Tag einen dünnen bis wässrigen Stuhlgang? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es unter Durchfall leidet. Wenn du den Verdacht hast, dass dein Baby an Durchfall leidet, solltest du regelmäßig die Windeln kontrollieren.

Durchfall erkennen

Achte vor allem auf die Farbe und Konsistenz des Stuhlgangs. Das Aussehen ist meistens abhängig von der Ernährung des Kindes. Normalerweise ist der Kot braun (beim Stillen meistens gelblich), kann aber beispielsweise eine rötliche Farbe haben, wenn du deinem Kind rote Beete gegeben hast. So etwas ist also kein Grund zu Sorge. Von Durchfall wird gesprochen, wenn dein Baby mehrmals am Tag dünnen bis wässrigen Stuhl hat. In der Regel normalisiert sich dies innerhalb von 48 Stunden wieder. Allerdings musst du darauf achten, dass dein Baby nicht zu viel Flüssigkeit verliert. 

Tipp: Unser Artikel Babys Stuhlgang erklärt dir, welche Arten von Stuhlgang Babys haben können.

Diese Beschwerden können bei Durchfall auftreten:

  • Wässriger Durchfall
  • Häufiger Stuhldrang
  • Mühe, den Stuhl zu halten
  • Andere Farbe und Geruch des Stuhlgangs
  • Allgemeines Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit und Erbrechen

Ursachen von Durchfall

Durchfall kann bei einem Baby durch die Ernährung entstehen. Vielleicht hast du ihm ein neues Gemüse gegeben oder es war Zucker in seiner Nahrung. Auch eine leichte Erkältung kann bei einem Baby zu Durchfall führen, ebenso wie eine Nahrungsmittelallergie oder Intoleranz gegen bestimmte Inhaltstoffe. Dein Kind verträgt also bestimmte Nahrungsmittel nicht. Lactoseintoleranz ist ein gutes Beispiel. In diesem Fall können Milch und Milchprodukte Darmbeschwerden, Bauchkrämpfe und Bauchschmerzen verursachen. Durchfall kann jedoch auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein.

Was tun bei Durchfall?

Wenn dein Baby unter Durchfall leidet, solltest du zählen, wie oft du seine Windel wechseln musst. Findest du zehn bis fünfzehn Mal am Tag wässrigem Stuhl vor musst du aufpassen, dass es nicht zu viel Flüssigkeit verliert. Erste Anzeichen einer Dehydrierung erkennst du, wenn das kleine Gesicht um die Augenpartie eingefallen und mager ist. Häufig werden dazu Mund und Zunge klebrig und trocken. Beobachte dein Kind gut, denn durch den Durchfall verliert es nicht nur viel Flüssigkeit sondern auch wichtige Salze und Mineralien. Die Stoffe müssen schnell wieder zugeführt werden. Gib deinem Kind ausreichend zu trinken und kaufe zur Sicherheit ein orales Rehydrierungssalz. Diese Mischung aus Zucker und Mineralsalzen ist in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich und hilft, eine Austrocknung zu verhindern.

Wann ist ein Arztbesuch erforderlich?

  • Bei ständigem Übergeben
  • Bei Durchfall, der länger als 48 Stunden anhält
  • Wenn der Durchfall regelmäßig auftritt
  • Bei Austrocknungssymptomen (Benommenheit, trockene Windeln, trockener Mund und Zunge, eingefallene Fontanelle oben am Köpfchen)
  • Bei Blut im Stuhl
  • Bei hohem Fieber
  • Wenn du ein ungutes Gefühl hast

Tipp: Ist der Popo deines Babys durch den Durchfall ganz rot und wund geworden? Es gibt verschiedene Salben, die helfen und in jedem Drogeriemarkt erhältlich sind, etwa Bepanthen Baby Salbe. Am besten trägst du die Salbe beim Wechseln der Windeln dick auf, sodass der wunde Po von einem Schutzfilm bedeckt ist. Sinnvoll ist es übrigens, vorbeugend einzucremen und nicht erst, wenn die Haut bereits rot und irritiert ist. Windeldermatitis? Das hilft!