Single – Schwanger

Der Test zeigt es deutlich: Du bist schwanger. Aber dir kommen die Tränen. Und es sind leider keine Freudentränen...Alleine zu sein in der Schwangerschaft kann viele Ursachen haben und ist eine ganz besondere Herausforderung! Aber mit viel Unterstützung kannst du es gut schaffen. Hier ein paar Tipps für einen positiven Umgang. 

Du bist nicht alleine

Sogar recht viele Mamas sind heutzutage sogenannte Single-Mamas, denn sie sind schwanger geworden, ohne einen festen Partner zu haben. Entweder kann dies versehentlich bei einem One-Night-Stand passsiert sein, oder aber der letzte Liebesakt mit deinem Exfreund kann zu der ungewollten Schwangerschaft geführt haben.

Doppelte Herausforderung 

Wenn diese Situation auftritt, haben es die werdenden Mütter oft doppelt schwer. Nicht nur, dass sie sich mit den – nicht immer erquickenden - fortschreitenden Symptomen einer Schwangerschaft konfrontiert sehen, jetzt geht es auch darum, diese besondere und manchmal auch besonders sensible Zeit der Schwangerschaft so gut es geht alleine zu meistern. Das ist nicht immer einfach, denn die Frauen sind mit vielerlei Sorgen und Ängsten, aber auch mit dem ganz normalen Schwangerschaftsalltag ( „Hol mir mal den Rollmops!“) auf sich gestellt.

Die Rolle des Kindsvaters

Auch der Kindsvater spielt in dieser Situation ungewollt eine große Rolle. Immerhin hat sowohl er das Recht dazu, zu erfahren, dass er Vater ist, als auch hat das Kind gesetzlich das Recht darauf, seinen Vater zumindest zu kennen. In vielen Fällen ist aber natürlich genau das ein großes Problem: vielleicht kennst du den Vater nicht, oder du willst mit deinem Expartner am liebsten gar nichts mehr zu tun haben? Es ist alles verständlich, keine Frage! Bedenke jedoch hier bitte immer, dass es nun nicht mehr nur um dich alleine geht... dein Kind hat das Recht auf beide Eltern.

5 Tipps für Single Schwangere:

  • Soziale Kontakte: pflege den Kontakt zu guten Freunden, deiner Familie und baue dir auch ein Netzwerk aus neuen Frauen auf , die eventuell in einer ähnlichen Situation wie du sind. Das verbindet und kann dir dein Einsamkeitsgefühl nehmen. Außerdem bekommst du wichtige Hilfe von außen bzw. könnt ihr euch gegenseitig unterstützen. Ein gutes Netzwerk kann dir sehr viel Untrerstützung geben.
  • Partnerersatz: Gibt es eine oder mehrere Personen, die dich bei der Geburt unterstützen können, die in den letzten Wochen vor der Geburt da sein können, wenn du sie brauchst, oder sogar für die letzten Tage vor der Geburt bei dir einziehen könnten? Falls nicht, schau doch mal nach einer Doula. Diese Geburtsbegleitung bemuttert und begleitet dich während der Geburt. 
  • Körper & Seele: Achte besonders auch auf deine emotionale Gesundheit – denn denke dran, dass dein Baby im Bauch schon alles mitbekommt! Es gibt jede Menge akute Krisentelefone, Beratungsstellen (pro Familia, VAMV, oder ehrenamtliche Vereine) die besonders darauf spezialisiert sind, Frauen in dieser besonderen Situation Beratung und Halt zu geben. Auch den Körper regelmäßig aktiv zu entspannen, tut der Seele wiederum gut und kann dir helfen, gelassener mit dieser Herausforderung umzugehen. 
  • Finanzen: Finanzielle Unterstützung kannst du in der Regel auch beantragen. Pro Familia bietet da unter der Rubrik „ Soziale Hilfen“ Unterstützung auf ihrer Webseite an.