Was dir niemand über Sex nach der Geburt erzählt

Dass der erste Sex nach der Geburt nicht so einfach ist, versteht jeder. Aber es gibt einige Dinge, die kaum jemand offen und ehrlich erzählt. Vom Orgasmus bis zu tropfenden Brüsten - wir haben 10 heikle Wahrheiten für dich zusammenstellt! 

1) Empfindliche Vagina

Nach der Geburt kann deine Vagina sehr empfindlich sein. Vor allem nach einem Dammschnitt oder einem Riss kann es einige Zeit dauern, bis du wieder mit deinem Partner schlafen kannst, ohne dass du dabei Schmerzen empfindest. Du kannst dich sogar selbst dabei erwischen, dass du glaubst, dass es „down under“ nie wieder wie früher sein wird. Mach dir aber keine Sorgen, gönn deinem Körper einfach etwas Zeit. Bei den meisten Paaren dauert es vier bis acht Wochen, bis sie wieder miteinander schlafen. Hier kannst du alles über den Heilprozess deiner Vagina nach der Geburt lesen »

2) Du kannst schwanger werden

Schwanger werden, während du stillst? Nee, oder? Doch! Nach der Geburt bist du besonders fruchtbar, wenn du also nicht sofort wieder schwanger werden möchtest, solltest du unbedingt ein Verhütungsmittel verwenden. 

3) Tropfende Brüste

Während dem Sex kann Milch aus deinen Brüsten tropfen oder sogar spritzen. Daran ist das „Stillhormon“ Oxytocin schuld, das beim Sex freigesetzt wird. Dieses „Einschießen der Milch“ hat die Natur für dich geregelt. Beim Stillen ist es sehr praktisch, aber wenn du mit deinem Partner schläfst, vielleicht nicht ganz so sexy. Daher ist es empfehlenswert, vor dem Sex abzupumpen oder zu stillen. Du kannst deine Brüste auch unter der Dusche ausstreichen. 

4) Trockene Vagina

Nach der Geburt kann sich deine Vagina durch die verschiedenen Hormone, die in deinem Körper toben, sehr trocken anfühlen. Verwende etwas Spucke oder am besten ein Gleitmittel, damit es besser flutscht. Wenn du beim Sex Schmerzen hast, solltest du aufhören. Es gibt auch andere Möglichkeiten, um miteinander intim zu sein.

5) Angst vorm „ersten Mal“

Es hört sich vielleicht etwas komisch an, aber viele Frauen haben Angst davor, nach der Geburt das erste Mal wieder mit ihrem Partner zu schlafen. Dein Körper hat sich verändert, eure Beziehung vielleicht auch. Und alleine seid ihr auch nicht mehr. Es ist schon ein bisschen wie das allererste Mal. Das wichtigste ist, dass du mit deinem Partner offen über deine Gefühle sprichst und ihr die Sache ruhig angeht. 

6) Weniger schnell erreget

Nach der Geburt ist es völlig normal, dass es etwas länger dauert, bis dein Körper „in die Gänge kommt“. Durch den erhöhten Prolaktingehalt im Blut sinkt der Testosteronspiegel, was dazu führt, dass du nicht mehr so empfindlich für sexuelle Reize bist. Dazu kommen Schlafmangel, ein Baby, das ständig deine Aufmerksamkeit benötigt und die Tatsache, dass du häufig nicht einmal Zeit hast, in Ruhe zu duschen. Das alles trägt sicherlich auch wenig zur sexuellen Erregung bei. Ein längeres Vorspiel kann helfen oder du akzeptierst einfach, dass die Situation im Moment einfach nicht so sexy ist. Vielleicht helfen dir unsere 8 Sextipps für junge Eltern an.

7) Der Orgasmus fühlt sich anders an

Nach der Geburt kann ein Orgasmus sich anders anfühlen als davor. Er kann auch Schmerzen verursachen oder sich sogar wie eine Wehe anfühlen. Die Ursache hierfür ist deine Gebärmutter, die sich während des Orgasmus zusammenzieht und nach der Geburt noch sehr empfindlich ist. Das ist aber nicht weiter schlimm und geht von selbst wieder vorbei. 

8) Es gibt keinen perfekten Augenblick

Oder: Jeder Augenblick ist perfekt. Warte nicht auf euer langersehntes Date mit romantischem Kerzenlicht. Denn sehen wir der Tatsache mal ins Auge: So richtig Zeit, um euch gegenseitig genüßlich zu verführen, habt ihr im Moment einfach nicht. Warte also nicht auf den perfekten Augenblick. Schläft dein Baby? Dann los! 

9) Extreme Müdigkeit

Nach der Geburt bist du müde, sehr müde. Zusätzlich zu den unterbrochenen Nächten ist dein Körper nach der Geburt damit beschäftigt, sich wieder zu regenerieren. Es müssen nicht nur alle Schwangerschaftshormone in deinem Körper abgebaut werden, auch der Stress als neue Mama und das damit verbundene neue Leben machen dich müde. Da ist es natürlich verständlich, dass du nicht so viel Lust auf Sex hast. Am einfachsten ist es zu akzeptieren, dass du zurzeit eben mehr Mutter als Sexgöttin bist. Keine Sorge: Das ändert sich auch wieder. 

10) Unsicherheit ist normal

Dein Körper fühlt sich nach der Geburt anders an als davor. Er hat sich verändert und das kann dich verunsichern. Manche Frauen mögen es nicht, wenn der Partner beim Sex ihre Brüste anfasst. Es fühlt sich vielleicht so an, als würden deinen Brüste jetzt „deinem Kind gehören“ oder sie sind einfach zu empfindlich. 

Ab wann du wieder Sex haben darfst? Die Anwort findest du hier.