Sex nach der Geburt: 5 Dinge, die ihr wissen müsst

Mit der Geburt des Kindes wird euer Leben erstmal völlig auf den Kopf gestellt, alles hat sich verändert. 5 Tipps, wie ihr euch sexuell neu entdecken könnt.

Nach der Geburt eines Kindes ist die Welt der Eltern mit zwei Worte sehr gut zu beschreiben: Glückseligkeit und Chaos. Mama und Papa sind berauscht vom Glück den Nachwuchs endlich in ihren Armen zu halten und gleichzeitig versinkt die Welt um sie herum im Chaos. Nichts ist mehr so wie es früher einmal war. In der Anfangszeit des Kennenlernens mit dem neuen Familienmitgliedes rückt das Verlangen nach Sex oftmals etwas in den Hintergrund und schlummert dort einige Zeit im Verborgenen. Doch irgendwann kommt der Moment, wo das Feuer des Verlangens wieder entfacht wird. Manchmal zuerst bei einem Partner. Manchmal aber auch gleich bei beiden Partnern. Doch wie geht man mit der sexuellen Lust nach einem so lebensveränderten Ereignis um? Heute möchte ich 5 wichtige Dinge über das Sexleben nach der Geburt mit dir teilen.

1) Das "neue" Sexleben nicht mit dem vor der Geburt vergleichen

Nach einer Geburt ist nichts mehr wie es vor der Geburt einmal war. Auch beim Sex stehen Frau und Mann vor neuen Herausforderungen. Damit Sexfrust gar nicht erst aufkommt, vergleicht euer Sexleben jetzt auf keinen Fall mit eurem Sexleben vor der Geburt. Oftmals endet das im Frust für beide insbesondere wenn dieser Gedanke möglicherweise noch laut ausgesprochen wird! Lasst euch auf eine neue sexuelle Entdeckungsreise ein. Entfacht eure sexuelle Neugier auf euch selber und natürlich aufeinander. Entdeckt euer Sexleben neu! Auf zu neuen orgasmischen Höhepunkten!

2) Die Entdeckung der Berührung

Es muss nicht immer gleich Sex sein. Wirklich! Denn Berührungen schaffen eine viel tiefere Verbindung und eine solche Verbindung ist eine Grundvoraussetzung für guten Sex. Wir bauchen Berührungen wie die Luft zum Atmen. Nur oftmals vergessen wir das im Wettrennen um den schnellsten und besten Orgasmus. Entschleunigt euer Sexleben und verbindet euch auf einer tiefen Herzebene, die das Sexleben zu neuen und unbekannten Höhepunkten bringen kann. Wie das geht? Berührt den Partner ohne Erwartungen zum Beispiel durch Streicheln mit Fingern, Fingerspitzen, Handflächen oder legt einfach nur die Hand auf die gewünschte Körperstelle auf. Und dann? Einfach nur mal geniessen. Und danach ist der andere Partner dran.

3) Solo-Sex: Sich selbst erspüren

Auch wenn dieser Tipp etwas ungewöhnlich klingt, ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Was ist Solo-Sex? Es gibt viele Worte dafür: Selbstberührung, Selbstbefriedigung oder Masturbation. Im Solo-Sex liegt eine der Voraussetzungen für guten Sex zu zweit. Woher soll mein Partner sonst wissen, wie er mich berühren soll, wenn ich es selber nicht weiß? Es gibt mehr erogene Zonen als nur den Intimbereich, sowohl bei der Frau als auch beim Mann. Und selbst im Intimbereich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, wie und mit welcher Intensität wir berührt werden wollen. Vor allem nach einer Geburt ist es für Frauen wichtig, sich selber erst einmal wieder zu spüren. Probiere aus, welche Berührungen angenehm für dich sind und dich möglicherweise auch zum Höhepunkt bringt. Nach den Erkenntnissen im Solo-Sex kann der Sex zu zweit noch intensiver und inniger werden, denn auch für den Partner ist es eine Erleichterung eine genaue Anleitung zu bekommen, was sich gut anfühlt.

4) Intim werden, wenn es sich für beide gut anfühlt

Schnell und gleich wieder Sex zu haben, empfinden Frauen oftmals ganz anders als Männer. Frauen brauchen viel mehr Zeit, vor allem um sich körperlich zu erholen und auch um sich in der neuen Rolle als Mama zurechtzufinden. Männer müssen sich ebenfalls in ihrer Rolle als Vater erst finden. Eine sehr anspruchsvolle Rolle, die auch an seinen Kräften zehren kann. Schlafmangel ist oftmals ein weiterer Grund, dass die Energie und Lust für gemeinsame sexuelle Aktivitäten fehlt. Daher alles zu seiner Zeit. Akzeptiert auch mal ein Nein eures Partners oder Partnerin. Die Zeit für Intimitäten wird wieder kommen. Alles in eurem Tempo und dann, wenn es sich für euch beide wieder gut anfühlt.

5) Ein Date für die Zweisamkeit

Wenn Kinder um einen herum sind, ist es nicht mehr so einfach Sex zu haben. Wenn es dann doch mal klappt, ist der Sex oftmals spontan und muss schnell gehen. Doch auf die Dauer macht der schnelle „Quickie“ nach dem „Rein-Raus-Prinzip“ auch keinen Spaß. Spätestens jetzt solltet ihr anfangen, eure Zweisamkeit zu planen, was sich am Anfang etwas komisch anfühlen kann. Es hat aber den Vorteil, dass ihr euch als Eltern bewusst Zeit für euch und eure (sexuelle) Beziehung nehmt. Natürlich geht das mit ganz kleinen Babys noch nicht ganz so gut, denn hier läuft vieles nicht nach Plan. Beginnt doch einfach mal damit, bewusst einmal in der Woche euch Zeit einzuplanen und diese auf im Kalender festzuhalten, in der ihr etwas zusammen macht - und wenn es nur eine Massage auf dem heimischen Sofa ist. Ihr müsst dafür auch nicht gleich das Haus verlassen oder einen Babysitter engagieren.

Wichtig ist: sucht euch bereits vorher die Aktivität aus, die ihr machen wollt wie z.B. eine Massage, kuscheln, Sex haben oder auch nur mal sich unterhalten. Ihr könnt gemeinsam planen oder immer abwechselnd euch etwas einfallen lassen und so euren Partner überraschen. Zwei große Vorteile hat es auf jeden Fall, wenn etwas geplant wird: die Vorfreude auf die gemeinsame Zeit und die Partnerbeziehung bleibt im Alltagsstress nicht auf der Strecke.