Milch Abpumpen: Gewusst wie!

Gerade wenn du zurück in den Beruf willst, macht es Sinn deine Milch auch mal abzupumpen. Ein kleiner Vorrat im Gefrierfach kann ein Stück große Freiheit bedeuten!

Abpumpen bedeutet Freiheit

Mit einem Absauge-Trichter an der Brust kommt man sich schnell wie eine Milchkuh vor. Aber der Aufwand lohnt sich. Denn die kleinen Milchpakete im Gefrierfach stellen sicher, dass euer Baby auch während deiner Abwesenheit bestens versorgt ist.

Problem: Zu wenig Milch

Meist stellen sich deine Brüste relativ schnell auf den Bedarf deines Babys ein. Wenn das Abpumpen am Anfang noch etwas schwer fällt, hilft es, sich ein Bild des Babys anzuschauen. Jaja, die lieben Hormone. Auch wenn ein Baby weint, schießt die Milch gern schneller ein. Übrigens: Keine Sorge wenn am Anfang nur knapp der Boden des Fläschchens bedeckt ist. Der Magen deines Babys ist winzig – und du und dein Baby sind perfekt aufeinander abgestimmt. Außerdem produzieren deine Milchdrüsen ganz am Anfang das viel nährstoffreichere und etwas gelbliche Kolostrum. Vertraue einfach auf Mutter Natur.

Problem: Zu viel Milch

Gerade wenn du häufig abpumpst werden deine Milchdrüsen anfangen mehr Milch zu produzieren. Denn die Produktion richtet sich nach dem Bedarf. Fühlen sich deine Brüste nur noch prall und voll an, ist es deshalb besser, sie zur Abwechslung unter der Dusche auszustreichen, anstatt sie an der Pumpe anzuschließen. Dazu streichst du sanft mit den Fingern vom Körper weg zur Brustwarze hin, so lassen sich auch kleine Knötchen lösen.

Richtig lagern

Wenn du unterwegs bist und gerade kein Gefrierfach in der Nähe ist kannst du die Beutelchen mit der Milch auch in einer kleinen Kühltasche aufbewahren. Lagerst du die Milch bei einer Temperatur von +4°C bis +6°C darfst du sie bis zu 24 Stunden aufbewahren und dann Einfrieren. In der Tiefkühltruhe (bei -18°C) hält die Muttermilch sogar 3 – 6 Monate. Ist keine Kühlung vorhanden darfst du die Milch bis zu 8 Stunden nach dem Abpumpen verfüttern, jedoch solltest du sie dann nicht mehr einfrieren.

Für Mamas Tipp: Muttermilch hat die Eigenschaft, Bakterienwachstum zu hemmen. Deshalb kann sie länger aufbewahrt werden als industriell hergestellte Nahrung, die immer sofort verwertet werden muss.

Hygiene

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Hände, Umgebung und Lagerbehälter sollten sauber sein, wobei du die Muttermilchflaschen nicht jedesmal steriliseren musst. Es genügt sie mit heißem Seifenwasser gut auszuwaschen und abzuspülen. Auch ein Waschgang in der Spülmaschine ist in Ordnung. Hast du keine Seife zur Hand, solltest du die Fläschchen vorzugsweise mit kochendem Wasser auswaschen. Die Brustwarzen musst du vor dem Abpumpen übrigens nicht extra reinigen.

Vorsicht bei Hartplastik

Geeignet für die Aufbewahrung sind Bisphenol-A-freie Gefäße aus Hartplastik (z. B. Polyethylen – PE und Polypropylen – PP) oder Glas. Achte darauf, dass die Behälter luftdicht verschlossen werden können. Am besten solltest du die Milch gleich in den Aufbewahrungsbehälter abpumpen. Du kannst am selben Tag übrigens mehrmals in denselben Behälter abpumpen. Platzsparend für zu Hause sind die extra für Muttermilch angefertigten Plastikbeutel.

Für Mamas Tipp: Vergiss nicht, jedes Fläschchen oder Beutelchen mit dem Abpump-Datum zu versehen.

Quelle: Bundesverband Deutscher Laktationsberaterinnen IBCLC e.V.