8 Gründe warum Baby nicht schläft

Auch schlafen will gelernt sein. Gerade in den ersten Wochen werden Babys einfach vom Schlaf übermannt - oder eben nicht ... Hier sind 8 mögliche Gründe, warum es mit dem Einschlafen vielleicht  noch nicht so klappt.

1 Baby ist nicht müde

Sogar schon ganz kleine Babys brauchen während ihrer Wachphasen Anregungen. Sie wollen spielen und neues entdecken. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft tut gut und macht müde. Oft wird der Schlafbedarf von Babys von den Eltern überschätzt.  Zwar brauchen Babys mehr Schlaf als Erwachsene, aber wenn dein Baby weniger schläft, als die empfohlene Anzahl von Stunden, musst du dir auch keine Sorgen machen. Dein Baby sorgt selbst dafür, dass es genau so viel Schlaf bekommt, wie es nötig hat.

2 Baby ist zu müde

Deine Aufgabe ist es, deinem Baby zu helfen, einen gesunden Schlafrhythmus zu finden. Anfangs kannst du es am besten unterstützen, indem du auf die Anzeichen von Müdigkeit achtest, denn ist das Baby erstmal überreizt und und übermüdet, dann fällt das Einschlafen besonders schwer.  Anzeichen von Müdigkeit erkennst du daran, dass dein Baby gähnt, den Blick von dir abwendet, es quengelig wird, die Augen leicht gerötet sind oder sich die Äuglein reibt.

3 „Das Tor zum Einschlafen“ verpasst

Verhaltensbiologe Joachim Bensel hat den Begriff des „Tores zum Einschlafen“ formuliert. Damit meint er die Phase, in der euer Baby natürlich müde ist, also von einer aktivere in eine ruhigere Phase wechselt. Wenn ihr diesen fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt verpasst, kann es gegebenenfalls eine Weile dauern, bis sich die nächste Gelegenheit ergibt. Beobachtet euer Baby deshalb aufmerksam, so könnt ihr das „Tor zum Einschlafen“ leicht erkennen (siehe Punkt 2). Mit einer gemütlichen und entspannten Gute-Nacht-Routine könnt ihr diesen fürs Einschlafen günstigen Zeitpunkt unterstützen und eurem Baby helfen, zur „Einschlafzeit“  sanft in die „ruhige Phase“ hinüberzugleiten.

4 Regelmäßigkeit im Alltag hilft einen Rhythmus zu finden

Eine tägliche Routine wird nicht nur die, sondern auch deinem Baby helfen in einen regelmäßigen Schlafrhythmus zu finden. Es ist vielleicht ein wenig so, wie bei einem Jet-Lag, der Biorhythmus des Baby muss sich nach der Landung aus dem Mutterbauch in der unserer Welt erst umstellen. Anfangs kann es helfen aufzuschreiben, wann und in welchen Abständen Baby gestillt oder gefüttert wurde und zu welchen Zeit es einschläft und aufwacht. Das muss nicht Sekundengenau sein, aber so kannst du dir einen Überblick über den natürlichen Rhythmus verschaffen und ihn dann, falls nötig,  langsam so verschieben, dass er mit deinem eigenen Rhythmus gut vereinbar ist.

5 Der Schlafplatz ist zu groß

Eigentlich ist es ja verständlich, dass gerade Neugeborene sich beim Schlafen anfangs eingehüllt und geborgen fühlen möchten. Aus dem warmen, relativ engen Mutterbauch heraus sind sie jetzt in der großen, weiten Welt angekommen – und das kann ganz schön einschüchternd sein. In der ersten Zeit sorgen daher tatsächlich kleine Wiegen, Stubenwagen oder auch Hängematten für eine angenehme Schlafatmosphäre (Siehe auch: Geheimntipps für Babys Schlaf). Du kannst aber auch das Gitterbettchen verkleinern, etwa in dem du ein großes Handtuch eng zusammenrollst und das Bettchen abtrennst oder dir im Fachhandel einen Kurzhimmel besorgst. Allerdings solltest du darauf achten, keine weichen Materialien zur Verkleinerung des Bettchens zu verwenden. Denn dann besteht die Gefahr, dass Baby mit seinem Gesichtchen darin versinkt und womöglich keine Luft bekommt.

6 Trennungsangst

Nach 9 Monaten im Bauch der Mutter ist es eigentlich kein Wunder, dass Babys am Anfang besonders viel Geborgenheit brauchen. Dabei geht es jedoch weniger darum, dass Baby rund um die Uhr bei sich zu haben, als seinen Bedürfnissen nach Liebe und Nähe zu entsprechen. Und das kann von Kind zu Kind tatsächlich sehr unterschiedlich sein. Braucht dein Baby besonders viel Nähe hilft es, wenn auch der Partner gleich von Anfang an auf Kuschelkurs geht, damit Mama wenigstens ab und zu auch noch Zeit für sich selbst haben kann. Am besten hörst du einfach auf deine innere Stimme und vertraust auf deine Mutterinstinkte.

7 Gesundheitliche Probleme

Eine verstopfte Nase, Bauchweh oder wenn die Zähnchen durchbrechen, das alles kann es deinem Baby auch schwieriger machen, den Weg in den Schlaf zu finden. Gerade in solchen Fällen hilft eigentlich vor allem eines: Viel Liebe und Geborgenheit, um dem Kleinen zu vermitteln, dass alles in Ordnung ist, auch wenn es sich vielleicht gerade nicht so anfühlt. Dein Baby durchläuft auch immer wieder Wachstumsphasen – diese ziehen sich bis durchs Grundschulalter, sind in der Regel harmlos, aber machen das Einschlafen schwierig. Hast du das Gefühl, dass dein wirklich krank ist, solltest du jedoch auf alle Fälle deinen Kinderarzt oder deine Hebamme um Rat fragen.

8 Stress

So klein sie auch sind und so wenig sie noch von der Welt wissen, Babys können tatsächlich schon fühlen, wenn etwas nicht stimmt. Bist du also gestresst oder emotional angespannt, dann wird sich das automatisch auf dein Baby übertragen. In so einem Fall solltest du einfach mal jemand anderen um Hilfe bitten. Vielleicht kann die Oma, der Partner oder die beste Freundin dein Baby einen Abend zu Bett bringen und eine Nacht für es da sein, damit du dich selbst mal richtig ausschlafen kannst. Auch Schreiambulanzen und Schreibabyambulanzen (einfach Googeln oder deine Hebamme fragen) bieten mittlerweile an vielen Orten erste Hilfe an.